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 © Visit Idaho
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Idaho: Wilder Westen ganz anders



Wildnis, Natur, Ruhe: Idaho gehört zwar zum "Wilden Westen". Doch der US-Bundesstaat überrascht mit einer naturverbundenen Gelassenheit, die gar nicht zu dem Bild passt, das Hollywood vom amerikanischen Westen zeichnet.

Meditation bei 100 km/h

Die Uhren ticken hier langsamer und sind mancherorts sogar stehen geblieben. Wir haben uns nach Idaho begeben, um im Wilden Westen die innere Ruhe zu finden.
Zugegeben, zu Beginn scheint diese Ruhe noch in weiter Ferne zu liegen. Als wir am Schalter des Flughafens von Boise unseren Mietwagen abholen und den Motor starten, scheinen wir uns schon zu Beginn unserer Reise von der Ruhe zu verabschieden.
Nach einer Stunde Fahrt und den ersten Meilen auf dem Tacho werden wir eines Besseren belehrt. Endlose Highways führen durch die Landschaft. Durch trockene Prärie, in der hier und da ein Bewässerungssystem grüne, kreisförmige Oasen erschafft.
Idaho besitzt flächenmäßig den höchsten Anteil an Wildnis in den kontinentalen USA. Manchmal hat man den Eindruck, als gehörte man selbst zu den Pionieren, die vor rund 200 Jahren als erste Europäer das Gebiet betraten.

Menschenleeres Land


Ein möglicher Grund, so erzählt man hier, ist die Tatsache, dass Idaho ein vergleichsweise junger US-Bundesstaat ist und deswegen Jahrzehnte weniger Zeit hatte, sich zu entwickeln.
Eine andere Erklärung liegt in der Bevölkerungsdichte, die mit nur sieben Einwohnern pro Quadratkilometer gering ausfällt (in Deutschland kommen auf einen Quadratkilometer 230 Einwohner).
So kommt es, dass wir in großen Teilen Idahos meilenweit keiner Menschenseele begegnen - auch nicht auf den Straßen.
Das heutige Ziel heißt Sun Valley. Das Tal ist eine Institution in den USA und gilt als erste Skidestination Nordamerikas. 1932 ging hier der erste Sessellift der Welt in Betrieb.
Von Bill Gates über Oprah Winfrey bis hin zu Justin Timberlake verbringen zahlreiche Stars ihre Winter im beschaulichen Tal nahe Ketchum. Ernest Hemingway war sogar Stammgast in der Sun Valley Lodge.

Indian Summer


Gerade ist der Indian Summer im vollen Gange. Kein Flöckchen Schnee in Sicht, Skifahren ist keine Option, aber deswegen sind wir auch nicht hier. Die Blätter der Bäume färben sich gerade in Herbstfarben, das Tal scheint gelb, orange und rot zu leuchten.
Wo sich sonst Besucher mit Skiausrüstung tummeln, haben wir Sun Valley im Herbst ganz für uns alleine. Natürlich wollen wir nicht komplett auf Begleitung verzichten, denn im Wilden Westen darf besonders ein vierbeiniger Begleiter nicht fehlen: das Pferd.
Es ist früh, die Sonne versteckt sich noch hinter den Hügeln des Tals, der Himmel ist blau und klar. Man spürt den Herbst, gerade am Morgen, wenn eine frische Brise die letzte Müdigkeit vertreibt und die Luft nach Tau und Laub riecht.
Heute steht ein Reitausflug an - das Ziel: die Berge des Sonnentals erklimmen. Also auf den Pferderücken geschwungen und eine aufrechte Haltung angenommen, wir reiten heute Western-Style.

Cadillac-Feeling auf dem Pferderücken


Das Tier heißt Dollar und wurde nach dem Dollar Mountain benannt, der im Sun Valley liegt und im Winter von Skifahrern und im Sommer von Wanderern und Bikern erobert wird.
"Das ist das größte und stärkste Pferd in unserem Stall, es zu reiten fühlt sich an wie einen Cadillac zu fahren", wird mir beim Aufstieg versichert.
Mühelos überquert Dollar Wiesen und Hügel. Es überkommt einen ein Gefühl von Freiheit, als die warme Herbstsonne über den Gipfel steigt, das dürre Gras golden aufleuchten lässt und wir geradewegs ins Niemandsland reiten.
Ein paar Maultierhirsche grasen in der Ferne und lassen sich durch unsere Anwesenheit nicht beirren. Wir sind angekommen und haben unseren Ort der Ruhe gefunden - mitten im Wilden Westen.


INFORMATIONEN
www.visitidaho.org



 

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