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@@# In Stehekin gibt es Hotels und Lodges, ebenso in der Nähe des Parks in Concrete und Mazama. North Cascades selbst besitzt eine große Auswahl an Campingplätzen. Die meisten bieten kaum Annehmlichkeiten und kosten keine Gebühr. Einige von ihnen können reserviert werden (@@
@@). Viele Campsites sind nur mit dem Boot oder zu Fuß erreichbar. Die mit dem Auto erreichbaren Plätze mit Infrastruktur sind der Colonial Creek Campground, Goodell Creek Campground, Hozomeen Campground und Newhalem Creek Campground, alle zu buchen über @@
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@@. Infos über Stehekin unter @@
@@ oder über das Golden West Visitor Center in Stehekin, täglich geöffnet von Mitte März bis Mitte September. ### @@
@@Ausgabe 3-2007@@
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North Cascades National Park, Washington State © Christian Heeb
© Christian Heeb

Nationalparks der USA: North Cascades, Washington



Die alten Pioniere hatten große Probleme, die Region mit ihren zerklüfteten Tälern und mehr als 300 Wasserfällen zu durchqueren. An Faszination hat haben die North Cascades seitdem nicht verloren.


DER PARK


Diese Wildnis hat die härtesten Männer in die Knie gezwungen. Sie war immer ein Land der Trapper und ist auch heute noch eine Herausforderung für erfahrene Wanderer mit moderner Ausrüstung. Und selbst wer den Cascades National Park an einem sonnigen Julitag mit dem Auto durchquert, ahnt, dass die Natur dort draußen sehr bedrohlich werden kann, wenn die Sonne erst einmal untergegangen ist.
North Cascades National Park, Washington State © Christian Heeb
© Christian Heeb
Unterwegs im Park.
Es gibt Geschichten von Trappern, die sich tagelang durch das Dickicht der Cascades Range geschlagen haben und dabei weniger als eine Meile pro Tag vorangekommen sind. Die Pioniere haben ihre Wut und die Ehrfurcht in die Namen gepackt, die sie den gefürchtetsten Landmarken des Parks gegeben haben: Mount Terror, Mount Despair, Desolation Peak, Mount Challenger, Mount Fury, Mount Torment.
Was Cascades so unzugänglich macht, sind seine Extreme: Die Gipfel der Cascades Range, die sich über 500 Meilen von British Columbia nach Nordkalifornien zieht, sind zwar nicht so hoch wie die Rocky Mountains. Doch hier liegen die engen Täler fast auf Meereshöhe zwischen beinahe 3.000 Meter hohen Bergen, durch die Grizzlybären und Pumas ziehen. Dazu kommt, dass die Formation zu den jüngsten Gebirgen der Welt zählt, ihre Oberfläche ist fast bösartig zackig. Überall stürzen die Wasserfälle hinunter, die dem Gebirge seinen Namen gegeben haben. In dieser Wildnis existieren über 300 Gletscher.
Der National Park besteht aus zwei Teilen, die durch die Ross Lake und die Lake Chelan National Recreation Areas verbunden und ergänzt werden. Da das gesamte Gebiet als "Stephen Mather Wilderness" einheitlich verwaltet wird, machen wir keinen Unterschied zwischen den Teilgebieten: Nationalpark oder Recreation Area - dem Besucher wird der Übergang auf den 2.270 Quadratkilometern ohnehin nicht bewusst.
Pflanzen und Tiere ändern sich in Cascades nicht nur mit der Höhe, sondern auch mit der Ausdehnung. Der Westhang steht wie eine Wand der feuchten Luft entgegen, die vom Pudget Sound und von der Juan de Fuca Strait ins Landesinnere drängt. Hier kondensiert das Wasser zu Regen oder Schnee und schafft den Lebensraum für dichte alpine Wälder aus Hemlocktannen, Riesen-Lebensbäumen und Douglastannen. Im Osten des Parks am Lake Chelan fallen nur noch 900 Millimeter Regen pro Jahr. Entsprechend wachsen hier Artemisia-Heiden und Gelbkiefern mit ihren ausladenden Kronen.

North Cascades National Park, Washington State © Christian Heeb
© Christian Heeb
Dramatische Bergwelt.

EIN TAG IM PARK


Nicht nur die Entdecker hatten Mühe, sich durch das wilde Cascades-Gebirge zu schlagen, sondern auch die Straßenbauer. Erst seit 1972 kann man auf dem North Cascades Highway den Park bequem durchqueren. Nähert man sich aus dem Westen auf dem Highway 20, stößt man fünf Meilen vor dem Marblemount Visitor Center auf die Ross Lake National Recreation Area. Neben der Straße fließt der Skagit River in bestechendem Grün - eines der vielen Zeichen für Gletscherwasser im Park: Während sich die Moränen gespenstisch langsam über den Fels schieben, produzieren sie Gesteinsmehl, das ihr Tauwasser auf den Grund der Flüsse und Seen spült. Diese Schicht reflektiert nur das blaugrüne Lichtspektrum an die Oberfläche zurück und färbt so das Wasser stechend grün.
Kurz hinter der Goodell Creek Bridge biegen wir rechts zum North Cascades Visitor Center ab und holen uns dort Informationen zum Park. Läuft man um das Center herum und nimmt den Sterling Munro Trail, hat man schon einen ersten Blick auf die Sägezahnsilhouette der Picket-Range.
Wir steigen wieder ins Auto und biegen nach rechts in die Hauptstraße von Newhalem ein. In der Siedlung liegen die Mitarbeiterhäuser des Unternehmens "Seattle City Light", das seit den 1920er-Jahren die Gegend erschlossen hat, um riesige Staudämme zu bauen. Der Diablo Dam war seinerzeit sogar der höchste Staudamm der Welt. Seattle City Light liefert auch heute noch einen Gutteil des Stroms für die 115 Meilen entfernte Metropole. Am Ende der Hauptstraße beginnt der Trail of the Cedars, ein Lehrpfad, der auf einem 800 Meter langen Spaziergang einen typischen Wald des Westhangs erklärt.
North Cascades National Park, Washington State © Christian Heeb
© Christian Heeb
In der wasserreichen Region wird auch Energie gewonnen.
Wir fahren weiter, an den Gorge Creek Falls vorbei und biegen bei Meile 126 nach Diablo ab. Hier in der Nähe hat eine der starken Frauen der Pionierzeit, Lucinda Davies, ein Hotel für Trapper und Goldsucher betrieben und darüber hinaus noch eines der ersten Wasserkraftwerke der Cascades gebaut. Eine Nachbildung des Wasserrades, das Strom für drei Glühbirnen erzeugte, steht heute neben dem modernen Kraftwerk. Bis in die 1960er-Jahre besaßen viele Familien dieser abgelegenen Gegend solche kleinen Hydrogeneratoren. Über den fast unwirklich grünen Lake Diablo fahren Schiffe der Seattle City Lights und bieten nette kleine Ausflüge.
Vier Meilen weiter auf der Straße biegen wir am Colonial Creek Campground rechts ab und finden hinter dem Amphitheater den Thunder Woods Nature Trail. Der eine Meile lange Rundweg führt steil hinauf und verläuft zwischen hunderten von Jahre alten Lebensbäumen.
Zurück auf der Straße, darf man den Diablo Lake Overlook bei Meile 132 auf keinen Fall verpassen. Unten liegt der See mit der Wasserfarbe, die man sonst nur aus den Tropen kennt, im Südwesten ragt der 2.370 Meter hohe Colonial Peak auf. Seine Flanke ist ein gutes Beispiel dafür, wie Gletscher eine Kuhle ausräumen und das Gesicht eines Berges verändern können. Der Gipfel im Norden mit dem Feuerwachtturm ist der Sourdough Mountain.
Bei Meile 143 geht der kurze Happy Creek Forest Walk ab, der auf Holzbohlen durch den Wald führt. Danach fährt man wieder aus dem Park hinaus, allerdings sofort hinein in das nächste Naturschutzgebiet, den Okanogan National Forest. Nach weiteren 20 Meilen ist man auf dem Dach des North Cascades Highways angekommen. Der Washington Pass Overlook gewährt noch einmal ein wunderbares Bergpanorama mit dem Liberty Bell Mountain (2.380 Meter) im Süden und den Early Winter Spires dahinter. Mit etwas Glück entdeckt man dort durch das Fernglas oder die Kamera, wie Kletterer in den Wänden hängen.

AKTIVITÄTEN


Den bequemsten Weg, sich eine Vielfalt an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten zu erschließen, bietet die Stadt Stehekin im Süden des Parks. Stehekin ist seit über hundert Jahren die Drehscheibe für Aussteiger in die Wildnis, und hat seinen Frontier-Charme behalten: Es führt immer noch keine Straße in diese abgelegene Gemeinde, es gibt kein Kino und keine Mall. Den Weg hierher kann man entweder zu Fuß auf einem Zwei-Tage-Marsch zurücklegen, mit dem Flugzeug oder im Sommer mit dem Boot, das täglich in Chelan ablegt.
Der beschwerliche Weg lohnt sich. In Stehekin bringt der Shuttlebus die Reisenden direkt in die Wildnis: zum Zelten, ohne einen Rucksack zu schleppen, zur Buckner Homestead, die das harte Leben der Pioniere vor Augen führt, zum Rafting und Kayaking auf dem See. Wer möchte, kann sich in Stehekin ein Mountainbike leihen oder die Natur von hier aus auf einem Pferd erkunden.
Die meisten Reisenden aber kommen, um den Wanderwegen zu folgen. Der Schönste von ihnen ist wohl der Horseshoe Basin Trail, der vom Cascade Pass Trail abzweigt. Der moderat steile Weg führt an 15 Wasserfällen vorbei. Die fast vier Meilen bieten aber auch herrliche Ausblicke auf Gletscher und Berge.
Weniger anstrengend ist der Agnes Gorge Trail, der auf seinen fünf Kilometern relativ eben bleibt. Dafür steigt man nach elf Meilen an der Endstation High Bridge aus dem Shuttle-Bus, überquert die Brücke und folgt der Beschilderung nach Agnes Gorge. Der Trail führt auf der einen Seite über der 65 Meter tiefen Schlucht entlang, auf der anderen ragt der fast 2.473 Meter hohe Agnes Mountain auf.

REISEZEIT


Die beste Jahreszeit, den Park zu besuchen, ist von Mitte April bis Mitte Oktober. Außerhalb dieser Zeit sind die Einrichtungen des Parks nur eingeschränkt geöffnet, der Highway 20 wird im Winter geschlossen. Die meisten Besucher kommen von Mitte Juni bis September, wenn das Wetter weitgehend warm und trocken ist. Plötzliche Unwetter und Schneefälle sind aber nie ausgeschlossen.

ANFAHRT


Von Seattle aus sind es 115 Kilometer über die Interstate 5 nach Norden und den Washington Highway 20, dem North Cascades Highway, nach Osten. Wer von Osten kommt, nimmt von Spokane aus die Interstate 2 nach Westen, bis er auf den Highway 97 trifft, der ihn an Chelan vorbei nach Norden auf den Highway 153 bringt und schließlich zum Highway 20 in den Park.
Anreise nach Stehekin mit dem Boot mit der Lake Chelan Boat Company, www.ladyofthelake.com, per Flugzeug mit Chelan Airways, www.chelanairways.comNULLTITLE::UNTERKUNFTNULLLINK::http://www.recreation.gov::www.recreation.gov::_neuNULLLINK::http://www.recreation.gov::www.recreation.gov::_neuNULLTITLE::AUSKUNFTNULLLINK::URL::www.nps.gov/nocaNULLLINK::URL::www.stehekin.com@@ oder über das Golden West Visitor Center in Stehekin, täglich geöffnet von Mitte März bis Mitte September.


Ausgabe 3-2007

© Text: AMERICA/Lukas Martin
 

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