© Mark Osler/Utah Tourism
Utah: Auf den Spuren der Dinosaurier
Utah zählt zu den bedeutendsten Fundorten für Dinosaurierspuren. Bisher wurden bereits mehr als 115 Arten nachgewiesen. Die Funde ruhen nicht nur tief unter der Erde, sondern liegen auch offen zutage – ein perfektes Reiseziel für Dino-Fans.
Der Cleveland-Lloyd Dinosaur Quarry gilt als eine der reichsten Dinosaurier-Fundstellen der Welt. Über 12.000 Fossilien von mindestens 74 Tieren wurden hier gefunden. Auffällig viele davon waren Raubdinosaurier, insbesondere Allosaurier.
Doch warum haben sich ausgerechnet hier so viele Fleischfresser versammelt? Diese Frage ist bis heute nicht eindeutig geklärt. War es eine tödliche Falle? Ein ausgetrocknetes Wasserloch? Oder eine Verkettung unglücklicher Umstände?
Fakt ist, dass der Steinbruch eine der wichtigsten Fundstellen für das Verständnis von Dinosaurier-Sammelgräbern ist und sich wie ein paläontologischer Tatort liest. Jede neue Studie liefert weitere Hinweise, aber keine endgültige Antwort.
Im Dinosaur National Monument steht eine Felswand mit Tausenden Knochen. Hier können Besucher die Fossilien in ihrer natürlichen Lage wie in einem geologischen Moment vor 150 Millionen Jahren betrachten.
Der Fund geht auf das Jahr 1909 zurück, als hier erstmals Dinosaurierknochen entdeckt wurden. Allerdings wurden die Knochen nicht freigelegt und präpariert, sondern blieben Teil der urzeitlichen Flussablagerung.
In Dalton Wells nahe Moab wurde eine der spektakulärsten Dinosaurierarten Utahs entdeckt: der Utahraptor. Er war größer, kräftiger und beeindruckender als viele seiner bekannteren Verwandten.
Die ersten Spuren tauchten bereits 1975 auf, doch erst 1993 erhielt die Art ihren Namen. Seit 2025 schützt der gleichnamige Utahraptor State Park die Fundstelle, an der über 5.500 Fossilien von mehr als zehn Arten entdeckt wurden, darunter auch Gastonia und Moabosaurus.
Manche Geschichten klingen filmreif, so auch jene von Allosaurus jimmadseni. Das erste Exemplar dieser Art wurde 1990 im Dinosaur National Monument entdeckt, doch der Schädel blieb verschwunden.
Erst Jahre später gelang es Forschern, ihn zu orten. Diese unverhoffte Entdeckung machte nicht nur Schlagzeilen, sondern auch ein fragmentarisches Fossil zu einem Schlüsselstück für die Forschung.
Die Analyse zeigte schließlich, dass es sich um eine bislang nicht klar eingeordnete Allosaurus-Art handelt, die älter als der bekanntere Allosaurus fragilis war. Das Ergebnis bildete einen wichtigen Baustein für das Verständnis der evolutionären Entwicklung dieser Raubsaurier.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Uinta Basin zu einem der spannendsten Schauplätze der amerikanischen Paläontologie. Auslöser war 1909 der Fund eines gewaltigen Oberschenkelknochens.
Was folgte, war eine Art Goldrausch. Eine zentrale Figur dieser Zeit war der Paläontologe Earl Douglass, der hier über Jahre arbeitete und spektakuläre Funde machte, darunter ein nahezu vollständiges Brontosaurus-Skelett mit einer Länge von mehr als 20 Metern.
Im Laufe der Zeit wurden weitere Dinosaurierarten sowie einer der damals größten bekannten Raubsaurier der Region identifiziert. In dieser Epoche hatte die Paläontologie viel von einer Schatzsuche, geprägt von Entdeckergeist, Ausdauer und einer Prise Pionierromantik.
Utah ist stolz auf seine Dinos und feiert sie, zum Beispiel Anfang des Jahres beim DinoFest im Natural History Museum of Utah in Salt Lake City. Mit Vorträgen, Zugang zu Sammlungen und einem Präparationslabor sowie Workshops ist es das wichtigste Dino-Event des Bundesstaats.
Der Dinosaur Diamond Prehistoric Highway verbindet mehrere paläontologische Highlights, darunter auch der Moab Giants Dinosaur Park, wo mehr als 100 lebensgroße und detailgetreue Dinosaurierfiguren zu sehen sind.
Auch das Utah Field House of Natural History liegt an der Route, mitten im auch als „Dinosaurland“ bekannten Vernal. Ebenfalls in der Nähe liegt das Dinosaur National Monument mit der Quarry Exhibit Hall und der Knochenwand.
Rund um Moab befinden sich der Utahraptor State Park, der Mill Canyon Dinosaur Bone Trail und der Dinosaur Tracks Trail.
Das südlich von Moab am U.S. Highway 191 gelegene Blanding Dinosaur Museum bietet eine Sammlung von regionalen Fossilien über Dinosauriereier bis hin zu seltenem versteinertem Hautgewebe. Zu sehen sind dort außerdem Exponate aus Film und Popkultur, die zeigen, wie sehr Dinosaurier unsere Vorstellungskraft bis heute prägen.
INFORMATIONEN
Utah Tourism, www.visitutah.com
Friedhof der Raubsaurier
Der Cleveland-Lloyd Dinosaur Quarry gilt als eine der reichsten Dinosaurier-Fundstellen der Welt. Über 12.000 Fossilien von mindestens 74 Tieren wurden hier gefunden. Auffällig viele davon waren Raubdinosaurier, insbesondere Allosaurier.
Doch warum haben sich ausgerechnet hier so viele Fleischfresser versammelt? Diese Frage ist bis heute nicht eindeutig geklärt. War es eine tödliche Falle? Ein ausgetrocknetes Wasserloch? Oder eine Verkettung unglücklicher Umstände?
Fakt ist, dass der Steinbruch eine der wichtigsten Fundstellen für das Verständnis von Dinosaurier-Sammelgräbern ist und sich wie ein paläontologischer Tatort liest. Jede neue Studie liefert weitere Hinweise, aber keine endgültige Antwort.
Knochenwand „Wall of Bones“
Im Dinosaur National Monument steht eine Felswand mit Tausenden Knochen. Hier können Besucher die Fossilien in ihrer natürlichen Lage wie in einem geologischen Moment vor 150 Millionen Jahren betrachten.
Der Fund geht auf das Jahr 1909 zurück, als hier erstmals Dinosaurierknochen entdeckt wurden. Allerdings wurden die Knochen nicht freigelegt und präpariert, sondern blieben Teil der urzeitlichen Flussablagerung.
Utahraptor und Moabosaurus
In Dalton Wells nahe Moab wurde eine der spektakulärsten Dinosaurierarten Utahs entdeckt: der Utahraptor. Er war größer, kräftiger und beeindruckender als viele seiner bekannteren Verwandten.
Die ersten Spuren tauchten bereits 1975 auf, doch erst 1993 erhielt die Art ihren Namen. Seit 2025 schützt der gleichnamige Utahraptor State Park die Fundstelle, an der über 5.500 Fossilien von mehr als zehn Arten entdeckt wurden, darunter auch Gastonia und Moabosaurus.
Der verschwundene Schädel
Manche Geschichten klingen filmreif, so auch jene von Allosaurus jimmadseni. Das erste Exemplar dieser Art wurde 1990 im Dinosaur National Monument entdeckt, doch der Schädel blieb verschwunden.
Erst Jahre später gelang es Forschern, ihn zu orten. Diese unverhoffte Entdeckung machte nicht nur Schlagzeilen, sondern auch ein fragmentarisches Fossil zu einem Schlüsselstück für die Forschung.
Die Analyse zeigte schließlich, dass es sich um eine bislang nicht klar eingeordnete Allosaurus-Art handelt, die älter als der bekanntere Allosaurus fragilis war. Das Ergebnis bildete einen wichtigen Baustein für das Verständnis der evolutionären Entwicklung dieser Raubsaurier.
Dino-Rausch im Uinta Basin
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Uinta Basin zu einem der spannendsten Schauplätze der amerikanischen Paläontologie. Auslöser war 1909 der Fund eines gewaltigen Oberschenkelknochens.
Was folgte, war eine Art Goldrausch. Eine zentrale Figur dieser Zeit war der Paläontologe Earl Douglass, der hier über Jahre arbeitete und spektakuläre Funde machte, darunter ein nahezu vollständiges Brontosaurus-Skelett mit einer Länge von mehr als 20 Metern.
Im Laufe der Zeit wurden weitere Dinosaurierarten sowie einer der damals größten bekannten Raubsaurier der Region identifiziert. In dieser Epoche hatte die Paläontologie viel von einer Schatzsuche, geprägt von Entdeckergeist, Ausdauer und einer Prise Pionierromantik.
Dinosaurier-Events und Museen
Utah ist stolz auf seine Dinos und feiert sie, zum Beispiel Anfang des Jahres beim DinoFest im Natural History Museum of Utah in Salt Lake City. Mit Vorträgen, Zugang zu Sammlungen und einem Präparationslabor sowie Workshops ist es das wichtigste Dino-Event des Bundesstaats.
Der Dinosaur Diamond Prehistoric Highway verbindet mehrere paläontologische Highlights, darunter auch der Moab Giants Dinosaur Park, wo mehr als 100 lebensgroße und detailgetreue Dinosaurierfiguren zu sehen sind.
Auch das Utah Field House of Natural History liegt an der Route, mitten im auch als „Dinosaurland“ bekannten Vernal. Ebenfalls in der Nähe liegt das Dinosaur National Monument mit der Quarry Exhibit Hall und der Knochenwand.
Rund um Moab befinden sich der Utahraptor State Park, der Mill Canyon Dinosaur Bone Trail und der Dinosaur Tracks Trail.
Das südlich von Moab am U.S. Highway 191 gelegene Blanding Dinosaur Museum bietet eine Sammlung von regionalen Fossilien über Dinosauriereier bis hin zu seltenem versteinertem Hautgewebe. Zu sehen sind dort außerdem Exponate aus Film und Popkultur, die zeigen, wie sehr Dinosaurier unsere Vorstellungskraft bis heute prägen.
INFORMATIONEN
Utah Tourism, www.visitutah.com
© Text: Utah Tourism c/o Harwardt PR









