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 © Visit Arizona
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Rückblick: 100 Jahre Grand Canyon



Am 26. Februar 1919 wurde der Grand Canyon National Park gegründet, doch schon lange vorher hatte die Region eine große Bedeutung für die Menschen. Ein Blick in die Zeit vor der Nationalpark-Gründung.

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Historische Postkarte.

Die ersten Menschen


Die ältesten menschlichen Artefakte, die im Grand Canyon gefunden wurden, sind fast 12.000 Jahre alt und stammen aus der paläo-indianischen Zeit. Seitdem wurde die Region durchgehend bewohnt.
So führten vor etwa 3.000 Jahren Mitglieder der sogenannten Desert Culture dort ein einfaches Leben als Jäger und Sammler. Etwas fortschrittlicher ging es 1.000 Jahre später bei den Anasazi zu. Sie wohnten in Lehmhütten und bauten ihre Behausungen in die Wände der Schlucht, bis sie vor circa 700 Jahren auf unerklärliche Weise verschwanden.
Heutzutage wohnen Havasupai-Indianer in einem Seitenarm des Canyons. Sie gelten als einer der isoliertesten Indianerstämme in den Vereinigten Staaten.
Ihr Reservat und das Hauptdorf Supai im Havasu Canyon kann man nur zu Fuß oder mit dem Pferd über einen langen Trail erreichen, der vom Rand des Canyons hinabführt.

Die Spanier


Die westliche Welt hielt Einzug, als der Grand Canyon 1540 durch eine spanische Soldatengruppe entdeckt wurde. Es waren Mitglieder der Coronado-Expedition auf der Suche nach den sagenhaften sieben Goldstädten von Cibola.
Hinab zum Colorado River haben sie es allerdings nicht geschafft. Nach drei Tagen Fußmarsch ging ihnen in den schweren Rüstungen das Wasser aus, sodass sie umkehren mussten.

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Am Colorado River.

Wissenschaftliche Erforschung


Die erste Expedition durch den Grand Canyon führte 1869 Major John Wesley Powell an. Sein Ziel war es, die Schlucht zum ersten Mal zu kartographieren. Dafür begab er sich mit neun Männern und vier Paddelbooten durch die Fluten des Colorado.
Als sie nach drei Monaten endlich den Canyon erreichten, hatten sie eines ihrer vier Boote verloren, auf dem sich nicht nur wichtige Messinstrumente, sondern auch ein Großteil des verbliebenen Proviants befanden.
Mehrere Tage lang ließen sie sich auf den Stromschnellen treiben, bis die Expedition Ende August völlig erschöpft und ausgehungert am Westende des Grand Canyon ankam. Sechs Männer beendeten die Reise.
Zwei Jahre später unternahm Powell einen zweiten Anlauf, um die Karte zu vervollständigen. Zu dieser Zeit benutzte er zum ersten Mal den Begriff "Grand Canyon"; zuvor wurde das Naturwunder lediglich "Big Canyon" genannt.

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Unterwegs auf dem Fluss.

Beginn des Tourismus


Der Tourismus blühte auf, als 1901 eine Eisenbahnverbindung von Williams zum South Rim eingeweiht wurde. Ab 1905 war das exklusive El Tovar Hotel im Grand Canyon Village die erste Anlaufstelle für wohlhabende Reisende. Die Zimmer waren elegant eingerichtet und hatten Dampfwärme. Außerdem bot ein Gewächshaus frisches Obst und Gemüse.
Zu den berühmtesten Besuchern zählte damals Präsident Theodore Roosevelt. Der New Yorker hatte eine Vorliebe für den amerikanischen Westen und insbesondere für den Grand Canyon. So erklärte er 1906 mehr als 323.748 Hektar des Gebiets zum Grand Canyon National Monument.
„Lasst dieses große Wunder der Natur so bleiben, wie es jetzt ist", bekräftigte er. „Wir können es für alle, die nach uns kommen, als den einen großen Anblick bewahren, den jeder Amerikaner einmal erleben sollte."


INFORMATIONEN
National Park Service
www.visitarizona.com
www.tourism.az.gov.



 
 

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