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Die Kunstszene in Texas



(Leseprobe aus AMERICA Journal 6/2011)

Ob traditionell oder avantgardistisch, Kleinstadt oder Millionencity, Privatgalerie oder Megamuseum: Texas hat eine lebhafte Kunstszene. Bernhard B. Anker war in dem „Lone Star State“ auf künstlerischer Entdeckungsreise und erlebte dabei mancherlei positive Überraschung.


John Bennett freut sich sichtlich über den Besuch. Mit gewinnendem Lächeln eilt der Endfünfziger aus seinem Studio in den Verkaufsraum der Agave Gallery in Fredericksburg. Hoch aufgeschossen, markanter Schnäuzer, rustikal in Jeans und Karohemd gekleidet, ein Akzent, der den alteingesessenen Texaner sofort verrät – so stellt man sich jemanden vor, der sich der American Western Art verschrieben hat. Einer Kunst, die Leben und Flair des Wilden Westens widerspiegelt.
„Ich habe schon in der High School Cowboystiefel getragen“, erklärt er seine Begeisterung für den Mythos des Westens. Doch damit genug der Klischees: Den typischen Rodeoreiter findet man kaum als Motiv in der kleinen Galerie etwas abseits der Main Street. Bennett hat sich vielmehr auf Cowgirls spezialisiert, lebensgroße Bronzeskulpturen, die er in unglaublicher Liebe zum Detail gestaltet. Ob Büste oder tanzendes Mädchen, seine Werke erzielen Preise von bis zu 10.000 Dollar und haben ihm 2010 den Titel „Texas Artist of the Year“ eingebracht.
Seit über einem Vierteljahrhundert arbeitet er als Bildhauer, vor fünf Jahren zog er nach Fredericksburg. „Hier ist man als Künstler sofort willkommen“, strahlt Bennett. Andere Galeristen bestätigen: Neuzugänge werden nicht als Konkurrenten, sondern als Bereicherung der Kunstszene betrachtet.
Jeden ersten Freitag im Monat laden neun Galerien zum abendlichen Art Walk ein – Tag der offenen Tür auf Texanisch. Die Kunstszene wird von der Stadt gefördert und vom Tourismusamt aktiv vermarktet.
Und noch etwas: „Der Ort hat sich sein ursprüngliches Flair bewahrt“, lobt Bennett. In der Tat: Im Zentrum der 12.000-Einwohner-Stadt in Texas Hill Country scheint die Zeit um hundert Jahre zurückgedreht worden zu sein, statt moderner Einkaufszentren und der sonst allgegenwärtigen Fastfood-Ketten säumen zahlreiche Gebäude aus dem 19. Jahrhundert die Main Street. „No chain on Main“ lautet die Devise.
Ein Dutzend Galerien haben sich in den vergangenen Jahren hier niedergelassen, Fredericksburg ist eine Künstlerkolonie geworden. Auch diverse Winzer haben sich angesiedelt, Grape Creek Vineyards hat sogar in der Fredericksburg Art Gallery einen kleinen Schankraum für Weinproben eingerichtet. Wein und Western Art, keine schlechte Kombination.
„Western Art“ ist dabei ein dehnbarer Begriff. Die Fredericksburg Art Gallery zum Beispiel hat sich auf texanische Künstler spezialisiert. Whistle Pik, geführt vom Schwiegersohn des bekannten Malers G. Harvey, sieht sich dagegen als „nationale Galerie“ und führt Landschaften, Porträts und Stilleben renommierter US-Künstler, deren Werke das Flair des Westens reflektieren. Und findet man bei Insight, das zur Auswahl der Werke eigens einen Künstlerbeirat eingerichtet hat, vor allem traditionelle Gemälde und Skulpturen, so gibt es ein paar Türen weiter bei „Artisans of Rocky Hill“ auch Schmuck, Textilien, Töpferei, Möbel und Glasarbeiten, darunter einen mit Glas und Edelsteinen besetzten Longhorn-Schädel.
[...]



Den vollständigen Bericht und natürlich viele andere Artikel und Reportagen finden Sie in der November-Dezember-Ausgabe 6/2011 des AMERICA Journals.
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