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Ein Utah Roadmovie



(Leseprobe aus AMERICA Journal 4/2011)

Utah, der Mormonenstaat im Südwesten der USA, ist mit keinem anderen Teil Amerikas vergleichbar. Hier entfaltet sich eine ursprüngliche Wildnis, ein Naturraum von einzigartiger Wucht. Steinerne Wahrzeichen, gottesfürchtige Siedler und ein Transitraum der Freiheit: Ein Utah-Roadmovie .


Utah gehört zu Amerika, ist aber vom Mars. Den Beweis lieferte der ?Mars-Rover? der NASA: 2004 entdeckte er auf dem erdfernen Planeten gräulich-blaue Perlen in einem Krater, die aussehen wie Blaubeeren. Die Bilder der rätselhaften Kügelchen jagen Geologen in Utah Schauer über den Rücken. Sie erinnern sie an die Moqui-Murmeln in ihrem Heimatland, laut Legenden der Anasazi-Indianer magisch und voll geheimnisvoller Kräfte. Im Bryce Canyon National Park finden wir zwei und stecken sie ein.
Als wir das Sarah und Tom aus San Francisco auf einem Parkplatz erzählen, hören sie mit offenen Mündern zu. Als wir die Murmeln aus dem Rucksack fischen, schauen sie mit glühenden Augen darauf. ?Oh, my God?, ruft Tom und Sarah flüstert über gefalteten Händen: ?Great, great ...? Wir haben einen Schatz gefunden, der bei Esoterikern hohen Stellenwert hat. Sie nennen die Kügelchen ?living stones?. Als wir Sarah eine geben, nimmt die sie mit zitternden Händen entgegen und umarmt uns.
Für Geologen sind die Eisenmurmeln nur Resultat eines biologischen Prozesses, in dem Bakterien dunkle Erdkruste ausschieden, die den hellen Sandkern der Murmeln umgibt. Unterm Elektronenmikroskop wurden winzige Hohlräume ausgemacht, die Form und Größe von Bakterien haben, sie bergen sogar Spuren der Erbsubstanz DNA. Die hübschen Gebilde sind Mikroorganismen in oxidiertem Eisen. Für Zeitgenossen, die Übersinnlichem anhängen, bleiben sie dennoch Murmeln vom Mars.
Utah im Südwesten ist eine besondere Landschaft, mit nichts in Amerika vergleichbar. Es wird das Land der roten Felsen genannt, vereint aber sehr viel mehr Farben in seinem Spektrum. Wer sich hier auf ein Roadmovie begibt, braucht einen guten Wagen wegen der Steine, Schotterwege und Schlaglöcher. Auch gutes Schuhwerk ist ratsam, schroffe Hochplateaus sind zu bewältigen, schmale Grate und tiefe Senken. [...]



Den vollständigen Bericht und natürlich viele andere Artikel und Reportagen finden Sie in der Juli/August-Ausgabe 4/2011 des AMERICA Journals.
Erhältlich im gut sortierten Zeitschriftenhandel, in Bahnhofsbuch­handlungen oder gleich hier im Shop


 
 

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