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Rundreise durch Kansas & Oklahoma



(Leseprobe aus AMERICA Journal 3/2012)

Die Bundesstaaten Kansas und Oklahoma gehören für Europäer nicht gerade zu den populärsten Zielen in Nordamerika. Für viele Indianervölker wurden die Präriestaaten im 19. Jahrhundert unfreiwillig zum zweiten Zuhause, als die US-Regierung hier zahlreiche Reservate einrichtete. Margit Brinke und Peter Kränzle unternahmen eine Rundreise durch uramerikanisches Gebiet.


"Dancing Eagle Feathers", lautet Michael Roberts' indianischer Name. Er ist Choctaw/Chickasaw-Indianer aus Oklahoma und gilt als einer der besten Powwow-Tänzer Nordamerikas. Michael und seine Familie leben vom Tanzen und repräsentieren damit eine neue Generation von Indianern: selbstbewusst, traditionell und geschäftstüchtig.

Viele jüngere Indianer ziehen heutzutage durch die Lande, um auf Powwows gegeneinander anzutreten und so Geld zu verdienen - im besten Falle genug, um davon leben zu können. Das ganze Jahr über werden inzwischen Tanzwettbewerbe in allen Teilen Nordamerikas veranstaltet. Wie bei Autorennen oder beim Rodeo bilden die wichtigsten einen "Circuit", wobei die Ergebnisse in Tabellen addiert werden. Bei einigen Veranstaltungen sind dabei 1.500 bis 2.000 Dollar zu verdienen.

Michael und Rebecca Roberts sind gewissermaßen Profis, die zusammen, manchmal begleitet von ihren drei Töchtern, mit Pickup und Wohnwagen auf Tour gehen. Sie gehören zu einer kleinen Gruppe von rund 25 indianischen Familien, die ihren Lebensunterhalt fast ausschließlich bei Powwows verdienen.



Rückzug für Indianervölker
Das Ehepaar Roberts lebt in Ada, Oklahoma, mitten im Land der Choctaw und Chickasaw. Oklahoma ist nämlich Indianerland - "Indian Territory", und das seit 1834. Damals wurden Indianer von überall her auf das heutige Staatsgebiet von Oklahoma umgesiedelt. Friedlich verliefen diese Aktionen selten. Beim "Trail of Tears" etwa wurden ab 1831 die fünf Stämme der Cherokee, Chickasaw, Choctaw, Creek und Seminole gewaltsam aus dem Südosten der USA hierher getrieben.

Zu ihnen gesellten sich bald weitere indianische Völker und heute sind 39 von 562 offiziell in den USA anerkannten Indianervölkern in Oklahoma zu Hause. "Okla homma", "Rote Menschen", nannten sich die Choctaw- und Chickasaw-Indianer und gaben damit dem Staat seinen Namen. Als "Menschen des Südwindes" bezeichneten sich hingegen die Kanza oder Kaw, nach denen der Staat Kansas benannt ist. In immer kleiner werdende Reservate abgeschoben, teilten sie 1873 das Schicksal vieler anderer Indianervölker: Auch sie wurden ins "Indian Territory", das heutige Oklahoma, verfrachtet.

"Geschaffen vom gleichen Schöpfer und im gleichen Land wie unsere roten Brüder lebend, sind wir alle doch eine große Familie; wir wollen mit euch als ein Volk leben und eure Interessen als unsere schätzen." Als Thomas Jefferson, einer der Gründungsväter der Vereinigten Staaten diese Worte 1802 sprach, meinte er sie ernst. Er hatte ursprünglich große Teile des 1803 von Napoleon durch den "Louisiana Purchase" erworbenen Landes zwischen Mississippi und Rocky Mountains als Rückzugsgebiet für Indianervölker vorgesehen.

Noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts hatten Forscher wie der US-Offizier Zebulon Pike die Prärie als "Great American Desert" bezeichnet. Dennoch ließen sich immer mehr Siedler in der endlosen Weite nieder und begannen das Land zu bestellen. Das 1861 als Bundesstaat gegründete Kansas entwickelte sich schnell zu "America's Breadbasket", woran Zuwanderer aus Deutschland wesentlichen Anteil hatten. Ihre Nachfahren stellen mit über 30 Prozent in Kansas heute sogar die ethnische Mehrheit.
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Den vollständigen Bericht und natürlich viele andere Artikel und Reportagen finden Sie in der Mai-Juni-Ausgabe 3/2012 des AMERICA Journals.
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