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 © Capelight
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Kinotipp: Abenteuer „Wildwood“



Am 5. November kommt mit „Wildwood“ ein faszinierender Fantasy-Streifen in die Kinos, der in 16 Jahren Arbeit liebevoll mit der Stop-Motion-Technik produziert wurde. Als Vorbilder für zahlreiche Schauplätze im Film dienten bekannte Wahrzeichen Portlands, der Hauptstadt Oregons.

Die in Oregon ansässigen Laika Studios, die sich bereits mit „Coraline“ einen Namen gemacht haben, bringen mit „Wildwood“ die Geschichte des Portlander Musikers und Autors Colin Meloy, die auf seinem gleichnamigen Bestseller basiert, auf die Leinwand – ein bildgewaltiges Animationsabenteuer über Liebe, Verlust, Aufopferung und die Liebe zur Natur.
Im Zentrum der Story steht die Siebtklässlerin Prue McKeel, die sich auf die Suche nach ihrem von Krähen entführten Bruder begibt. Ihre Rettungsmission führt sie in einen verzauberten Wald am Rande Portlands.
Gemeinsam mit ihrem tollpatschigen Mitschüler Curtis betritt sie eine Welt voller sprechender Tiere, Magie und uralter Mächte. Als die beiden in einen Konflikt geraten, der das Gleichgewicht des Waldes bedroht, entdecken die Kinder eine innere Stärke, von der sie niemals geahnt hätten, dass sie in ihr steckt.

Technik der Superlative


„Wildwood“ entstand einem Projekt der Superlative, das vom Produktionsstart bis zur Fertigstellung mehr als 1.155 Drehtage in Anspruch nahm. Der fertige Film besteht aus 2.804 Einstellungen. Alleine die fast zwölfminütige, entscheidende Kampfsequenz besteht aus 411 Einstellungen – die umfangreichste, die jemals für einen Stop-Motion-Spielfilm geschaffen wurde.
Für den Film wurden 728 handgefertigte Bäume hergestellt, die zehn Baumarten des pazifischen Nordwestens repräsentieren. 142.030 Ersatzgesichter kamen zum Einsatz, um die nuancierten Darstellungen des Films zu ermöglichen. Allein für eine Szene waren 1.124 einzelne Ersatzgesichter notwendig – ebenfalls die größte Menge, die jemals in einer einzigen Stop-Motion-Aufnahme verwendet wurde.

 © Capelight
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Begegnung im Wald.

Erinnerungen an die Kindheit


„Das Besondere an Stop-Motion ist, dass jedes einzelne Detail, das man sieht, existiert, weil es einem anderen Menschen wichtig genug war, es zu erschaffen“, sagt Regisseur Travis Knight.
„Jemand hat diesen Baum modelliert. Jemand hat diesen winzigen Mantel genäht. Jemand hat genau den richtigen Grünton für ein Blatt gemischt, das weniger als eine Sekunde lang durch die Ecke des Bildes schwebt. Nichts ist einfach so passiert. Alles wurde mit Sorgfalt ins Leben gerufen.“
Für den Regisseur ist der Film mit den Geschichten seiner Kindheit verbunden: „Lange bevor es ein Drehbuch, eine Puppe oder eine Kamera gab, gab es die Geschichten, die mir meine Mutter vorlas. Tolkien. Lewis. Baum. Carroll. Geschichten, die uns einflößten, dass die gewöhnliche Welt nur deshalb gewöhnlich ist, weil wir noch nicht gelernt haben, sie aus dem richtigen Blickwinkel zu betrachten. Dass irgendwo jenseits der Grenze des Vertrauten, versteckt hinter den Bäumen oder gleich um die nächste Ecke, das Wunderbare geduldig wartete.“

 © Capelight
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Liebevolle Handarbeit.

Düstere Atmosphäre und wilder Wald


Und tatsächlich wird man nach einem dramatischen Einstieg sofort in den Sog der Bilder und der Fantasiewelt des wilden Waldes gezogen. Assoziationen an ältere Geschichten steigen auf – von historischen Sagen und Grimms Märchen bis „Herr der Ringe“, von der „Unendlichen Geschichte“ bis „Alice im Wunderland“. Jenseits des bunten heiteren Portland liegt eine melancholische, teils mystisch-düstere Stimmung über der Handlung.
„Der Film war unglaublich. Es lohnt sich auf jeden Fall, ihn anzuschauen“, sagte die 13-jährige Testzuschauerin Helene bei der Pressevorführung. „Erst war ich ein bisschen skeptisch, weil ich dachte, es wird zu düster, aber am Ende waren alle Szenen (auch die düsteren) super. Die Landschaft und die Figuren waren wunderschön. Ich fand auch toll, dass im Abspann noch Ausschnitte vom Making-of liefen.“

Spurensuche in Portland


Auch im echten Portland kann man sich auf eine Spurensuche zu den Schauplätzen des Films begeben, allen voran der Forest Park westlich von Downtown, der mit seinen rund 2.000 Hektar zu den größten urbanen Waldgebieten der USA zählt. Auf dem 48 Kilometer langen Wildwood Trail können Besucher selbst in die dichte Waldlandschaft eintauchen.
Abseits des Parks dienen unter anderem die Pittock Mansion, die St. Johns Bridge, Powell’s City of Books, der Portland Saturday Market und der Tom McCall Waterfront Park, der besonders zur Kirschblüte ein beliebtes Ausflugsziel ist, als Filmschauplätze.


INFORMATIONEN
Mehr Infos über den Film gibt es bei Capelight
Weitere Infos zu Film-Locations findet man bei Travel Portland



© Text: MSI/Capelight/og/hs
 
 

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