© Carrie Mae Weems
Berlin: Foto-Ausstellung Carrie Mae Weems
Die Fotogalerie C/O Berlin zeigt noch bis 3. Februar 2027 eine umfassende Retrospektive der Künstlerin Carrie Mae Weems (*1953 in Portland). Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt sie sich in Fotografien, Videos und Installationen mit Fragen von Macht und Erinnerung auseinander.
In ihrem Werk hinterfragt und thematisiert Weems besonders Konstruktionen von race und Weiblichkeit, um neue Lebensweisen zu entwickeln. Die Ausstellung spannt mit mehr als 100 Fotos und Videos den Bogen von frühen Schlüsselwerken bis zu aktuellen Arbeiten.
Carrie Mae Weems gehört zu den einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. In ihrem Werk untersucht sie, wie Bilder Geschichte schreiben, Erinnerung formen und darüber entscheiden, wer gesehen wird und wer unsichtbar bleibt.
Zu sehen ist unter anderem die ikonische Kitchen Table Series, in der Weems den Blick auf den häuslichen Raum als Bühne zwischenmenschlicher Beziehungen richtet. Am Küchentisch inszeniert sie sich selbst in unterschiedlichen Rollen und verhandelt Fragen von Liebe, Partnerschaft, Mutterschaft, Geschlechterrollen und Selbstbestimmung.
Die Bilder greifen Referenzen aus Literatur, Musik und Kunstgeschichte auf, sowie auf Liedtexte, die die vielschichtige Bildsprache ergänzen. Die Serie zählt heute zu den bedeutendsten Werken der zeitgenössischen Fotografie und markiert einen Wendepunkt in Weems' künstlerischer Auseinandersetzung mit Identität und Repräsentation.
Die Ausstellung reicht von der Privatsphäre des authentischen und inszenierten Familienlebens bis hin zu einem öffentlichen Verständnis von Orten und Umgebun¬gen. Von Filmstudios und Plantagen im amerikanischen Süden bis hin zu Museen und Denkmälern auf der ganzen Welt wird dabei darauf eingegangen, wie diese Orte wahrgenommen werden und wessen Perspektive sie widerspiegeln.
Die Ausstellung umfasst darüber hinaus eine neue Werkgruppe über Schwarze Glaubensgemeinschaften und ihre Bedeutung für Zusammenhalt, Spiritualität und Widerstand. Die Serie Preach (2024) nimmt innerhalb der Ausstellung eine zentrale Rolle ein.
Die beeindruckende Videoinstallation Leave Now! (2022) zeigt eine Familienanekdote mithilfe einer Bühnentechnik aus dem 19. Jahrhundert, die als „Pepper’s Ghost“ bekannt ist. Ausgehend von der Geschichte ihres Großvaters Frank Weems, eines Pachtbauern in Arkansas, veranschaulicht Weems die Lebensrealität Schwarzer Land-arbeiter im Süden der USA.
Carrie Mae Weems wurde für ihr künstlerisches Schaffen vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem MacArthur Fellowship, der National Medal of Arts, dem Joseph H. Hazen Rome Prize Fellowship der American Academy in Rome sowie dem Lifetime Achievement Award der Congressional Black Caucus Foundation. Ihre Arbeiten sind weltweit in bedeutenden Sammlungen vertreten.
INFORMATIONEN
https://co-berlin.org/de
In ihrem Werk hinterfragt und thematisiert Weems besonders Konstruktionen von race und Weiblichkeit, um neue Lebensweisen zu entwickeln. Die Ausstellung spannt mit mehr als 100 Fotos und Videos den Bogen von frühen Schlüsselwerken bis zu aktuellen Arbeiten.
Carrie Mae Weems gehört zu den einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. In ihrem Werk untersucht sie, wie Bilder Geschichte schreiben, Erinnerung formen und darüber entscheiden, wer gesehen wird und wer unsichtbar bleibt.
Kunst am Küchentisch
Zu sehen ist unter anderem die ikonische Kitchen Table Series, in der Weems den Blick auf den häuslichen Raum als Bühne zwischenmenschlicher Beziehungen richtet. Am Küchentisch inszeniert sie sich selbst in unterschiedlichen Rollen und verhandelt Fragen von Liebe, Partnerschaft, Mutterschaft, Geschlechterrollen und Selbstbestimmung.
Die Bilder greifen Referenzen aus Literatur, Musik und Kunstgeschichte auf, sowie auf Liedtexte, die die vielschichtige Bildsprache ergänzen. Die Serie zählt heute zu den bedeutendsten Werken der zeitgenössischen Fotografie und markiert einen Wendepunkt in Weems' künstlerischer Auseinandersetzung mit Identität und Repräsentation.
Schwarze Glaubensgemeinschaften
Die Ausstellung reicht von der Privatsphäre des authentischen und inszenierten Familienlebens bis hin zu einem öffentlichen Verständnis von Orten und Umgebun¬gen. Von Filmstudios und Plantagen im amerikanischen Süden bis hin zu Museen und Denkmälern auf der ganzen Welt wird dabei darauf eingegangen, wie diese Orte wahrgenommen werden und wessen Perspektive sie widerspiegeln.
Die Ausstellung umfasst darüber hinaus eine neue Werkgruppe über Schwarze Glaubensgemeinschaften und ihre Bedeutung für Zusammenhalt, Spiritualität und Widerstand. Die Serie Preach (2024) nimmt innerhalb der Ausstellung eine zentrale Rolle ein.
Gespenstische Videoinstallation
Die beeindruckende Videoinstallation Leave Now! (2022) zeigt eine Familienanekdote mithilfe einer Bühnentechnik aus dem 19. Jahrhundert, die als „Pepper’s Ghost“ bekannt ist. Ausgehend von der Geschichte ihres Großvaters Frank Weems, eines Pachtbauern in Arkansas, veranschaulicht Weems die Lebensrealität Schwarzer Land-arbeiter im Süden der USA.
Carrie Mae Weems wurde für ihr künstlerisches Schaffen vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem MacArthur Fellowship, der National Medal of Arts, dem Joseph H. Hazen Rome Prize Fellowship der American Academy in Rome sowie dem Lifetime Achievement Award der Congressional Black Caucus Foundation. Ihre Arbeiten sind weltweit in bedeutenden Sammlungen vertreten.
INFORMATIONEN
https://co-berlin.org/de
© Text: C/O Berlin









