OK

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos

 © Destination Canada
© Destination Canada

Kanada: Land der 200 Sprachen



Der 21. Februar ist der Internationale Tag der Muttersprache. Ein bedeutender Tag für Kanadier, denn sprachliche Vielfalt ist ein Herzstück ihrer Identität – von den Sprachen der Ureinwohner bis zu jenen der modernen Einwanderer.

 © Travel Manitoba
© Travel Manitoba
Stolz auf indigene Kultur.
Kanadas offizielle Sprachen sind Englisch und Französisch, aber in dem 37,5 Millionen-Einwohner-Land werden rund weitere 200 Sprachen gesprochen – und das nicht nur in den Metropolen.
Die Northwest Territories beherbergen beispielsweise eine wachsende Gemeinschaft arabischsprachiger Muslime, in Québec findet sich eine blühende Gemeinde jiddischsprachiger Einwanderer und im Norden Albertas sprechen viele indische Einwanderer Gujarati.
Einen großen Anteil am kanadischen Sprachenuniversum haben auch die indigenen Sprachen wie Cree, Inuktitut und Ojibway.

Mehrsprachigkeit als Schlüssel zur Zukunft


Die Erhaltung einheimischer und zugewanderter Sprachen hat für Kanada Priorität. National- und Provinzparks erhalten auch indigene Namen und anders als in vielen anderen Ländern ist die mehrsprachige Beschilderung in ganz Kanada üblich.
So wird etwa in Gegenden mit bedeutenden anglo- oder frankophonen Minderheiten, wie etwa in Québec, Ontario und New Brunswick, zweisprachig beschildert.
In Inuvik in den Northwest Territories sind die Stoppschilder auf Englisch, Inuvialuktun und Gwich'in, in British Columbia ist die Sea to Sky Cultural Journey von Vancouver nach Whistler mit Straßenschildern in Englisch sowie regionalen indigenen Sprachen ausgestattet.
Im Squamish Lil'wat Cultural Centre in Whistler werden Besucher sowohl auf Englisch als auch in den Sprachen Skwxwú7mesh Snichem (Squamish Nation) und Ucwalmicwts (Lil'wat Nation) begrüßt.

Fokus auf kanadischem Kulturerbe


Die meisten Namen der offiziellen Institutionen und Einrichtungen in Kanada sind auf Englisch, jedoch gibt es eine wachsende Tendenz, bei der Namensgebung auch die Sprachen des kanadischen Kulturerbes zu benutzen.
So trägt etwa die Winnipeg Art Gallery (WAG) in Manitoba nun auch einen Anishinaabemowin-Namen: Biindigin Biwaasaeyaah (BEEN-deh-gen Bi-WAH-say-yah), was übersetzt so viel heißt wie "Komm herein, die Morgendämmerung ist da".
Um ihr indigenes Erbe gebührend zu reflektieren, haben zwei nationale Gedenkstätten in Québec und Prince Edward Island ihre Namen aktualisiert. Fort Témiscamingue in Québec heißt jetzt Obadjiwan-Fort Témiscamingue (Obadjiwan bedeutet "wo das Wasser in den Stromschnellen aufsteigt“), und Port-la-Joye-Fort Amherst Skmaqn-Port-la-Joye-Fort Amherst (ausgesprochen Ska-MAA-kin, was "der Warteplatz" bedeutet).
In Vancouver in British Columbia erhielten zwei große Plätze indigene Namen: Der neue Name des Platzes neben dem Queen Elizabeth Theatre knüpft an die frühere Nutzung als Versammlungsort für den Walk of Reconciliation von 2017 an.
Und der Platz nördlich der Vancouver Art Gallery bezeichnet einen Ort der kulturellen Zusammenkunft. Mitglieder der Musqueam, Squamish und Tsleil-Waututh Nation halfen bei der Auswahl dieser Namen.

Weiterbildung fördert Vielfalt


Museen, Bibliotheken und Bildungseinrichtungen in ganz Kanada helfen, lokale Sprachen und regionale Dialekte durch Sprachkurse, Ausstellungen und Übersetzungen zu erhalten und zu fördern und so die sprachliche und kulturelle Vielfalt zu erhalten.
In Trois-Rivières in Québec beschäftigt sich eine Ausstellung über Alltagskultur im Musée Pop mit typischen Ausdrücken in Québécois. Die Ausstellung kann auch virtuell besucht werden.
Das Mi'kmaq-Wolastoqey Centre der University of New Brunswick in Fredericton (New Brunswick) hat die Wabanaki Collection gelauncht, eine umfassende Online-Ressource, die nach den indigenen Völkern der Region benannt ist – den Mi'kmaq, Wolastoqiyik, Abenaki, Penobscot und Passamaquoddy. Jeder Beitrag (Texte, Audio, Video) beschäftigt sich mit der Kosmologie der Wabanaki, einschließlich ihrer Sprache, Geschichte und Kultur.
In Victoria in British Columbia zeigt die Ausstellung "Our Living Languages" des Royal BC Museum, wie die First Nations der Provinz um das Überleben ihrer Sprachen kämpfen. British Columbia ist Heimat der meisten indigenen Sprachen in Kanada.
Und die Calgary Central Library in Calgary (Alberta) arbeitet mit der Stoney Nation, Siksika Nation, Tsuu'tina Nation, der Métis Nation of Alberta und dem Aboriginal Friendship Centre of Calgary zusammen, um visuelle und orale Literatur der Ureinwohner zu dokumentieren.
Besucher können die Abteilung für indigene Sprachen durchstöbern und bei anwesenden Ältesten traditionelles Storytelling hören.


INFORMATIONEN
Destination Canada



© Text: Destination Canada
 
 

Aktuelle Ausgabe, America Journal
 

AMERICA 4/2020 ist da

 Heftinhalt

Hier können Sie kostenlos Informationsmaterial bestellen.
zum Infoservice


We’ll keep you posted!
Jetzt anmelden zum
AMERICA Newsletter

Die aktuelle Ausgabe und Hefte aus den letzten Jahren können Sie  hier bestellen
 Zum Abonnement

Your America

Burger, BBQ & Craft Beer

Von den USA und Kanada träumen, das geht im Moment am besten bei einem leckeren Essen mit Spezialitäten aus Nordamerika - von Ahornsirup über Burger bis TexMex-Küche.

 zum Thema
 

Slideshow: Der Tiefe Süden

Harbststimmung am Blue Ridge Parkway, North Carolina

Christian Heeb, Stammfotograf des AMERICA Journals, war auf einem Roadtrip durch Deep South unterwegs - und brachte außergewöhnliche Aufnahmen mit. Sein Wissen vermittelt er in Workshops.

 mehr lesen
 

 



KomtaktImpressumDatenschutzLatke.de
Seite empfehlen